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Product Carbon Footprint

Ulm, 15. Februar 2025

CO₂-Fußabdruck von Produkten berechnen

In einer Welt, die zunehmend auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzt, rückt der Product Carbon Footprint (PCF) immer stärker in den Mittelpunkt. Der CO₂-Fußabdruck eines Produkts zeigt, wie viel Treibhausgase entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts entstehen – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und den Transport bis hin zur Entsorgung. Aber warum ist der Product Carbon Footprint für Unternehmen so wichtig und wie kann er genutzt werden, um nachhaltiger zu wirtschaften?

Der Product Carbon Footprint liefert eine messbare Grundlage, um den Umwelteinfluss eines Produkts zu bewerten. Dabei werden alle Phasen berücksichtigt: die Herstellung der Rohstoffe, die Verarbeitung, der Transport, die Nutzung durch den Endverbraucher und die Entsorgung am Ende des Lebenszyklus. Durch die genaue Analyse dieser Schritte können Unternehmen ermitteln, welche Prozesse besonders emissionsintensiv sind und wo Potenzial für Verbesserungen besteht.

Warum sollten Unternehmen den PCF ermitteln? Einer der größten Vorteile liegt darin, dass er Transparenz schafft – für das Unternehmen selbst, aber auch für Kunden und Geschäftspartner. Immer mehr Verbraucher legen Wert auf Produkte mit einem geringen CO₂-Fußabdruck, und viele Unternehmen entlang der Lieferkette bevorzugen klimafreundliche Partner. Der Product Carbon Footprint ermöglicht es, den eigenen Beitrag zum Klimaschutz sichtbar zu machen und sich auf dem Markt als nachhaltiger Akteur zu positionieren. Darüber hinaus ist die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks nicht nur gut fürs Image, sondern auch für die Bilanz. Klimaschonendere Produktionsprozesse, der Einsatz von erneuerbaren Energien oder effizienteren Materialien können langfristig Kosten senken und gleichzeitig Umweltbelastungen verringern.

Systemgrenzen bei der Berechnung des Product Carbon Footprints beachten

Bei der Berechnung eines Product Carbon Footprints ist entscheidend, welche Systemgrenzen gewählt werden – denn je nach Zielsetzung fällt der PCF unterschiedlich aus. „Cradle-to-Gate“ betrachtet Emissionen von der Rohstoffgewinnung bis zum Werktor (also bis das Produkt das Unternehmen verlässt) und eignet sich besonders für B2B-Produkte oder Vorprodukte, bei denen die Nutzungsphase stark vom Kunden abhängt. „Cradle-to-Grave“ ergänzt die Nutzungs- und Entsorgungsphase und ist sinnvoll, wenn die Nutzung emissionsrelevant ist (z. B. energieverbrauchende Produkte). „Cradle-to-Cradle“ geht noch einen Schritt weiter und berücksichtigt geschlossene Kreisläufe, etwa durch Recycling oder Wiederverwendung, sodass zirkuläre Materialströme und deren Klimawirkung abgebildet werden können. Die Auswahl der Systemgrenze sollte daher immer transparent gemacht werden – sie beeinflusst Vergleichbarkeit, Interpretation und die Ableitung von Maßnahmen unmittelbar.

Vorarbeit durch Treibhausgasbilanz auf Unternehmensebene (CCF)

Viele Unternehmen starten beim PCF nicht bei null: Ein sauber aufgesetzter Corporate Carbon Footprint (CCF) schafft wichtige Vorarbeiten und deutliche Synergieeffekte. Methoden, Datenquellen und Annahmen (z. B. Emissionsfaktoren, Energiedaten, Scope-3-Strukturen) können häufig direkt weiterverwendet oder konsistent heruntergebrochen werden. Gleichzeitig hilft ein etabliertes CCF-System dabei, Verantwortlichkeiten, Datenprozesse und Governance zu klären – also genau die organisatorischen Grundlagen, die für belastbare PCFs nötig sind. Umgekehrt liefert der PCF wiederum wertvolle Detailtiefe für das Gesamtbild: Wenn Unternehmen verstehen, welche Produkte, Materialien oder Lieferanten die größten Emissionstreiber sind, wird auch die CCF-Steuerung präziser und strategischer.

PCF als Steuerungsinstrument für „bessere“ Klimambitionen

Ein PCF ist nicht nur Analyse, sondern vor allem ein Steuerungsinstrument, das sich nahtlos in Themen wie Science Based Targets (SBTi), CDP-Disclosure oder Lieferkettenanforderungen einfügt. Unternehmen können PCF-Ergebnisse nutzen, um konkrete Reduktionshebel entlang der Wertschöpfungskette zu priorisieren – etwa Materialsubstitution, Lieferantenprogramme, Design-for-Circularity oder die Umstellung auf erneuerbare Energien. Gleichzeitig steigen die Anforderungen aus dem Markt: Kunden fragen belastbare Produktdaten zunehmend aktiv ab, und ohne nachvollziehbare PCF-Methodik wird es schwer, Klimavorteile glaubwürdig zu kommunizieren. Wer PCFs strukturiert aufbaut, schafft damit eine belastbare Grundlage für Zielsysteme, Transparenzformate und einen konsistenten „Reduktionspfad“ – vom einzelnen Produkt bis zur Unternehmensstrategie.

Weitere Informationen zum Thema „Science Based Targets Initiative (SBTi) oder die CDP-Disclosure finden Sie in unserem Blogpost „SBTi und CDP“.

Für weitere Informationen kommen Sie mit uns ins persönliche Gespräch und finden Sie jetzt passende, unternehmensspezifische Lösungen für Ihre Herausforderungen.
 

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